Sudetendeutscher Tag 2018

Unter dem Leitwort "Kultur und Heimat - Fundamente des Friedens" sind auch alle Familiengeschichtsforscherinnen und -forscher nach Augsburg eingeladen.

Befassen Sie sich mit Familiengeschichtsforschung oder haben Sie es vor?

Die Vereinigung der Sudetendeutschen Familienforscher berät und unterstützt Sie, mehr über die eigenen Wurzeln und die Vorfahren, die in den historischen Ländern Böhmen, Mähren und Österreichisch Schlesien lebten, zu erfahren.

Unter Anderem zeigen wir Ihnen mit Hilfe des Internets die Wege in die tschechischen Archive. Sie bieten eine sehr wichtige Forschungsmöglichkeit, denn dort werden die Kirchenbücher aufbewahrt.

Ein Pfingstausflug ist in vielen Familien zur Tradition geworden. Nutzen Sie diese Gelegenheit und bringen Sie Ihre alten Urkunden und Ahnenpässe mit nach Augsburg. Unsere Experten stehen für Sie am 19. und 20. Mai bereit.

Sie finden uns in Halle 7 am Stand A-222.

Weiterhin wird unser Mitglied Dr. Michael Popovic einen Vortrag mit dem Thema "Familiär vernetzte Nordböhmen – Motoren technologischer Innovation“ halten.
Der Vortrag findet am Samstag 19. Mai 2018 um 14.00 Uhr im Messezentrum, TC Ebene 2, Raum 2.24.B statt.

Erfolg für Minderheitenschutz – Minority SafePack-Initiative

Die Minority SafePack-Initiative ist erfolgreich beendet. Eine Pressemitteilung der Sudetendeutschen Landsmannschaft finden Sie hier

Minority SafePack-Initiative

Liebe Mitglieder der Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher, liebe Familiengeschichtsforscherinnen und -forscher!

Haben Sie bereits von der Minority SafePack-Initiative gehört?

Hierbei geht es um eine bedeutende Europäische Bürgerinitiative für Minderheitenrechte. Jeder siebte Bürger Europas gehört einer traditionell ansässigen Volksgruppe an, also einer autochthonen nationalen Minderheit, oder spricht eine Minderheitensprache.

Mit der Europäischen Bürgerinitiative „Minority SafePack“ sollen die Mitgliedstaaten der EU aufgefordert werden, den Schutz für Angehörige nationaler Minderheiten und Sprachminderheiten zu verbessern sowie die kulturelle und sprachliche Vielfalt in der Union zu stärken und im Gemeinschaftsrecht festzuschreiben.

Damit das Anliegen der Bürgerinitiative in EU-Recht umgesetzt werden kann, braucht sie bis zum 3. April 2018 eine Million Unterschriften, 72 000 davon aus Deutschland. Gelingt das, muss die Europäische Kommision dafür Sorge tragen, dass der Maßnahmenkatalog der einzelnen Mitgliedsstaaten umgesetzt wird.

Es würde uns besonders im Namen unserer in der alten Heimat verbliebenen Landsleute freuen, wenn Sie das Anliegen der EU-Bürgerinitiative mit Ihrer Unterschrift untersützen und weitertragen könnten.

Martin Dzingel, Präsident der Landesversammlung der Deutschen in der Tschechischen Republik, hat im Rahmen eines Referates erläutert, welche Punkte die Landesversammlung einbringen wird, wenn die Europäische Bürgerinitiative die notwendigen Unterstützungsbekundungen zusammenbekommt.

Mehr Wissenswertes erhalten Sie über diesen Link: http://www.minority-safepack.eu/main/index
Die Initiative können Sie mit dem Link https://ec.europa.eu/citizens-initiative/32/public/#/ über das
Internet unterstützen oder mit dem Formular, das hier ausdruckt werden kann: Formular

Das Formular senden Sie dann ausgefüllt an:
Citizens’ Committee of the “Minority SafePack Initiative”
c/o Federal Union of European Nationalities (FUEN)
Schiffbrücke 41
24939 Flensburg
Germany

Der Vorstand
Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher e.V.

Verlustlisten 1. Weltkrieg

Die Vereine Compgen, AKdFF, AKuFF und Familia Austria arbeiten zusammen um die österreichisch-ungarischen Verlustlisten des I. Weltkriegs datenbankmäßig im Netz zu veröffentlichen. Unter den aktuell 450.000 erfaßten Soldaten befinden sich auch rund 40.000 Böhmer, Mährer und Österreichisch Schlesier. Auch die Mitglieder der Vereinigung der Sudetendeuten Familienforscher können sich am Projekt beteiligen. Wie sie am Projekt teilnehmen können erfahren Sie beim Verein für Computergenealogie.

Weitere Informationen zum Verlustlistenprojekt erhalten Sie auf den Seiten von Familia Austria.

Vergangenheit bewahren – Zukunft gestalten : VSFF

Vergangenheit bewahren – Zukunft gestalten: Vereinigung Sudetendeutscher Familienforschung e.V. (VSFF)

Wenn wir unser kulturelles Erbe erhalten wollen, müssen wir uns die Kenntnis darüber erarbeiten. Dazu gehört auch die Familiengeschichte, die wir vor allem über die Familienforschung erschließen. Damit werden wir uns auch unserer Identität bewusster. Dies ist eine Voraussetzung für ein besseres Selbstverständnis und so die Grundlage für die weitere Entwicklung, auch unserer Nachkommen.

In diesem Sinne fördert die Vereinigung Sudetendeutscher Familienforschung e.V. (VSFF), Forschungen auf familien- und heimatkundlichen sowie benachbarten Gebieten, unterstützt Mitglieder bei ihren Forschungen und archiviert Forschungsergebnisse, um diese auch der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Durch die Schärfung des selbstbewussten Blicks auf die eigene, viele Generationen übergreifende Familiengeschichte, will die VSFF ihren Beitrag zur kulturellen Bildung leisten. Eine lebendige Familie mit einem tieferen Verwandtschafts- und Geschichtsbewusstsein ist eine gesunde Keimzelle einer intakten Gesellschaft.

Wer bedeutende Ereignisse in seiner eigenen Vergangenheit, oder seiner Vorfahren nicht kennt oder diese verdrängt oder gar verleugnet, wird damit eigene Probleme haben, entwickeln oder weitergeben.

In nicht wenigen Fällen zeigt sich dies bei der Erlebnisgeneration, die kaum eine Gelegenheit hatte, die erlittenen physischen und psychischen Traumen der (wilden) Vertreibung zu bearbeiten oder verarbeiten. Diese Wunden sind, wenn überhaupt, nur schlecht verheilt und brechen vielfach am Lebensabend wieder auf. So kommen beispielsweise depressive Verstimmungen und Verlustängste mit unterschiedlichen Ausprägungen zum Tragen.

Die Erlebnisgeneration spricht (sprach) relativ selten über diese Verletzungen und Kränkungen. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Enkelgeneration mit dem von den Großeltern erlebten Ereignissen befasst. Seinen Ausdruck findet dies darin, dass sich eine zunehmend große Zahl der nachrückenden Generation mit Ahnen- oder Familienforschung beschäftigt.

So kann die Vereinigung Sudetendeutscher Familienforschung e.V. glücklicherweise zunehmende Mitgliederzahlen ebenso verzeichnen, wie eine Verjüngung der Altersstruktur. Dies steht in deutlichem Gegensatz zu der Entwicklung sudetendeutscher Heimatvereine, Heimatstuben und -Archive und Heimatbriefe.

Die schmerzliche Aufgabe oder Abgabe dieser Einrichtungen der Heimatpflege kommt dem Einen oder der Anderen manchmal als zweite Vertreibung vor. Und so können tief im Unterbewusstsein schlummernde Verlustängste sich in einem übermäßigen Klammern oder anderen unangemessenen Verhaltensweisen ausdrücken. Sie stehen notwenigen Veränderungsprozessen – Metamorphosen – im Wege; sie können einen Strom nicht aufhalten. Denn: wie sagten schon die alten Griechen? „panta rhei“ (altgriechisch πάντα ῥεῖ, deutsch „alles fließt“, lateinisch „cuncta fluunt“). Der griechische Philosoph Heraklit sagte: Alles fließt und nichts bleibt; es gibt nur ein ewiges Werden und Wandeln.

Die eigene Identität, das Sein, hat sich mit dem ständigen Wandel zu befassen und sich weiterzuentwickeln, ohne das Ererbte, das epigenetisch Weitergegebene zu verlassen oder zu negieren.

Das Sudetendeutsche Genealogische Archiv (SGA) ist eine Einrichtung der Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher e.V. (VSFF). Es war von 2001 bis zur Kündigung wegen Eigenbedarfs im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa (WIOS) der Universität Regensburg beim Institut Ost- und Südosteuropa (IOS) in der Landshuter Straße 4, Regensburg, untergebracht.

Wegen der Kündigung mussten neue Möglichkeiten einer zukünftigen, dauerhaften Unterbringung der Ahnen- und Stammlisten, der Bibliotheksbestände und der Archivalien gefunden werden. Dies mussten Einrichtungen sein, die nicht nur Archivierungsgrundsätzen folgend die wertvollen Bestände auf Dauer sichert und bewahrt, sondern auch Forschern weiterhin den Zugriff ermöglicht.

Dies erfolgt weiterhin getreu dem Motto: Vergangenheit bewahren – Zukunft gestalten

Dr. Michael Popović.

Mitgliedertreffen 2018

Unser Mitgliedertreffen findet vom 4. bis 6. Mai 2018 in Gablonz (Jablonec nad Nisou) statt.

Nähere Informationen und das aktuelle Programm finden Sie als hier als PDF-Datei zum Download.

Bericht vom Sudetendeutschen Tag 2017

Die Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher war auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand beim Sudetendeutschen Tag vertreten. Das Interesse an den Vorfahren und ihrer Heimat nimmt bei der jüngeren Generation mit sudetendeutscher Abstammung zu. Doch ist festzustellen, dass genauso die mittlere Generation wie auch noch in den Böhmischen Ländern Geborene zuneh-mend auf Spurensuche sind. Für sie war der Sudetendeutsche Tag eine gute Gelegenheit unseren Stand aufzusuchen.

So waren die Standbetreuerinnen und -betreuer zwei Tage lang einführend, beratend und unterstützend bei der Familiengeschichtsforschung tätig. Die Fragen der Besucher waren sehr umfangreich. Das Wesentliche war jedoch, mit Hilfe des Internets die Wege in die tschechischen Archive aufzuzeigen und wie ein Arbeiten mit den Kirchenmatriken möglich ist. Ergänzend gab es bei Bedarf auch Informationen zu Genealogieprogrammen.

Der Vorstand hat sich für eine reduzierte, doch professionellere Standgestaltung entschieden, die im nächsten Jahr noch optimiert werden wird.

Ansonsten war unser Stand gut ausgestattet. Wir konnten gutes Informationsmaterial den Besuchern aushändigen, wie die Anleitungen/Beschreibungen zu den tschechischen Archiven und unseren „Kleinen Leitfaden zur Familienforschung“, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Erfreulich war die große Anzahl von Mitgliedern, die bei der Standbetreuung unterstützt haben. Im Namen des Vorstandes geht dafür mein herzlicher Dank an Robert Frötschl, Werner Honal, Gerald Kunzmann, Edwin Miesbauer, Harald Nottmeyer, Josef Richter, Christa Sedigh, Angeilka Steiner, Helmut Tschischka und Manfred Weiner. Und ist das nicht ein Lob?: Von „Beoabachtern“ kam die Rückmeldung, dass unser Stand einer der besten, wenn nicht gar der best besuchte gewesen sei.

Christa Schlör

Rezension Sabine Zitzmann/Manfred Rimpler: Gedenkbuch Zwickau in Böhmen

Zwickau – jedermann denkt dabei an die Großstadt in Sachsen. Es gibt aber auch Zwickau in Böhmen (i. B.), das eine ebenso bemerkenswerte Geschichte hat. Die nordböhmische Kleinstadt im Bezirk Deutsch-Gabel, mitten im Lausitzer Gebirge gelegen, war ein eigener Gerichtsbezirk mit nahezu ausschließlich deutscher Bevölkerung. Die Volkszählung von 1930 ergab 5670 deutsche und 10 tschechische Einwohner, die großenteils in der Textil- und Glasindustrie arbeiteten. Natürlich gab es auch Brauereien, seit 1560, die letzte wurde 1968
geschlossen, entstand aber 2013 neu. Der tschechische Name von Zwickau ist Cvikov.

Zwickau entstand an der alten Leipaer Handelsstraße, die ersten schriftlichen Hinweise stammen von 1346, Stadtrechte erhielt der Ort 1391. Die weitere Geschichte ist ein Spiegelbild europäischer Geschichte: Dreißigjähriger Krieg, Zerstörung, Brände, Pest, Bauernaufstände, Hungersnot. Erst im 19. Jahrhundert begann eine friedlichere Entwicklung der Stadt, mit Krankenhaus, Schule, Gendarmerie, Steuer- und Katasteramt und schließlich 1886 einen Bahnanschluss. Die industrielle Entwicklung setzte kurz danach ein.

Die Aufgabe, die Stadtgeschichte zu dokumentieren, war schwierig, da ältere Dokumente und Gedenkbücher bei Stadtbränden verloren gegangen waren. Glücklicherweise zwang ein Gesetz von 1920 die Kommunen, dennoch neue Gedenkbücher anzufertigen. 1923 betreute der damalige Bürgermeister Adolf Hanisch den Stadtschreiber Ottomar Stelzig mit dieser Aufgabe.

Leider aber liegt das in deutscher Kurrentschrift verfasste Buch nur als Einzelexemplar vor. Das gebundene Original liegt im Heimatkundemuseum von Böhmisch Leipa (Česká Lípa) und umfasst 598 Seiten. Es enthält einen geschichtlichen Rückblick, ein Verzeichnis der bis 1923 gesammelten Urkunden, Altertümer, Drucksachen usw. sowie Jahresberichte, die 1923 beginnen und 1944 enden.

Wer es einsehen will, muss nach Böhmisch Leipa fahren, da es nicht im Netz veröffentlicht ist. Frau Sabine Zitzmann aus Weiden hat dies getan, das Buch fotografiert und sich der mühseligen Aufgabe unterzogen, dieses dicke Buch aus der Kurrentschrift in lateinische
Lettern zu transkribieren, und nicht nur das: Da manche Wörter und Redewendungen dem heutigen Leser nichts sagen, vor allem aber, weil manches ohne die Kenntnis des politischen und gesellschaftlichen Kontextes unverständlich bleibt, hat Frau Zitzmann zahllose erklärende Fußnoten angefügt. Dabei wurde sie von Manfred Rimpler aus Berlin unterstützt, der inhaltliche Beiträge, Korrekturen und Bilder beitrug.

Das Gesamturteil des Rezensenten kann nur positiv ausfallen. Das Buch ist nicht die Neuauflage eines älteren, sondern ein eigenständiges Werk, eine grundlegende Arbeit zur Heimatkunde und zur Familienforschung, die höchstes Lob verdient. Es wird nicht nur Mitglieder aus dem Bereich Böhmisch Leipa interessieren.

Michael Hanika


Das Buch wird – schon allein wegen des Umfangs von 600 Seiten – für 42,00 € zum Verkauf angeboten. Mitglieder erhalten es bis 31. August 2017 zum Subskriptionspreis 27,00 € + Porto und Versand.

Bestellungen per E-Mail an das SGA
oder postalisch:
Sudetendeutsches Genealogisches Archiv
Landshuter Str. 4
93047 Regensburg

Änderungen im Juni 2017

Unter dem Menüpunkt Forschungshilfen finden Sie eine neue Seite - "Erfasste Kirchenbücher".

Desweiteren wurden die Seiten "Verkauf" und "Verzeichnis der Ahnenlisten" aktualisiert.

Die Forschungsgruppe Freudenthal wurde neu besetzt und ein Link zum Heimatkreis Freudenthal hinzugefügt.

Sudetendeutscher Tag 2017

Am 03. und 04. Juni findet der 68. Sudetendeutsche Tag 2017 statt.

Unter dem Leitwort "Verständigung suchen - Europas Mitte gestalten" sind auch alle Familienforscher
nach Augsburg eingeladen. Befassen Sie sich mit Familiengeschichtsforschung oder haben Sie es vor?

Die Vereinigung der Sudetendeutscher Familienforscher berät und unterstützt Sie, mehr über die eigenen Wurzelnund die
Vorfahren im Sudetenland zu erfahren.

Mit Hilfe des Internets zeigen wir Ihnen die Wege in die tschechischen Archive.

Sie finden uns in der Halle 7 am Stand A219.

Ein Pfingstausflug ist in vielen Familien zur Tradition geworden; nutzen Sie diese Gelegenheit
und bringen sie Ihre alten Urkunden und Ahnenpässe mit nach Augsburg; unsere Experten stehen für Sie bereit.

Weiterhin wird unser Mitglied Dr. Michael Popovic einen Vortrag zum Thema
"Sudetendeutsche Familienforschung ist mehr als Datensammlung - Zukunft braucht Herkunft“
halten.

Der Vortrag findet am Samstag 3.Juni 2017 um 14.00 Uhr im Messezentrum, 2.11B statt.


Hit Counter provided by Business Card Holders