Forschungsgebiet

Unser genealogisches Forschungsgebiet umfaßt die ehemals mehrheitlich deutschsprachigen Siedlungsgebiete in Böhmen, Mähren und österreichisch Schlesien. Mit der Vertreibung von etwa 2-3 Millionen Deutscher nach 1945 endete eine jahrhunderte alte deutsche Traditon und Siedlungsepoche aus der Zeit des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation im Gebiet des heutigen Tschechien. Eine Übersicht gibt die folgende Karte:

Böhmen, Mähren und österreichisch Schlesien

Böhmen, Mähren und österreichisch Schlesien

Eine Übersicht der heutigen CZ-Gebietsarchive-2014.

Weitere Karten finden Sie auf der Netzseite des Sudetendeutschen Instituts in München über den Link Sudetengebiete (Karten) .

Der Wanderlehrer Franz Jesser, geb. 01.07.1869 in Zwittau, Mähren, gest. 16.03.1954 in Frankfurt am Main, prägte 1902 die Bezeichnung Sudetendeutsche für die deutschsprachige Bevölkerung (3,5 Millionen) in den Kronländem Böhmen, Mähren und Österreich-Schlesien der Österreichisch-Ungarischen Monarchie (k.u.k.-Doppelmonarchie oder Donaumonarchie).

Aber erst 1918 - nach der Bildung der Tschechoslowakei - bürgerte sich diese Bezeichnung ein. Vor 1918 bezeichnete man sie als Deutsch-Böhmer oder Österreicher.

Die in seinen Randgebieten geschlossen siedelnden Sudetendeutschen wollten sich 1919 der Republik Deutsch-Österreich anschließen. Sie sind aber gegen den Grundsatz der Selbstbestimmung auf Grund des Vertrags von Saint-Germain-en-Laye vom 19. September 1919 in die Tschechoslowakei eingegliedert worden. Von 1919-1938 war Sudetenland ein Teil der Tschechoslowakei.

Im Oktober 1938 wurden diese Randgebiete auf Grund des Münchener Abkommens vom 29. September 1938 an das Deutsche Reich abgetreten und aus dem größeren Teil dieser Gebiete wurde der Reichsgau Sudetenland bis 1945 gebildet. Im März 1939 zwang die deutsche Reichsregierung die Tschechoslowakei zum Abschluss eines Protektoratsvertrages, in dessen Folge der vorwiegend tschechische Restteil entgegen den Bestimmungen des Münchener Abkommens von deutschen Truppen besetzt und zum "Protektorat Böhmen und Mähren" erklärt wurde. Ferner bildete die Slowakei von 1939 bis 1945 einen eigenen Staat.

Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurde das Sudetenland in die Tschechoslowakei wieder eingegliedert und die deutsche Volksgruppe größtenteils vertrieben.

Am 1.1.1993 löste sich die Tschechoslowakei als eigenes Staatswesen auf. Auf ihrem Territorium bestehen nunmehr die Tschechische Republik und die Slowakei als selbstständige Staaten.

Dieses Gebiet haben wir in einzelne Forschungsgruppen mit den zugehörigen Betreuern aufgeteilt.


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